die Welt dreht sich so gern um sich selbst

Donnerstag, 24. September 2009

Schon verloren geglaubt...




Hommage an IHN, den EINEN, WAHRHAFTIGEN !

Hier lassen wir es raus. Frust, unsere Wut im Bauch, die Party im Kopf
Man schwitzt hier oder da, trinkt aus und schenkt ein
Geht raus, wieder rein mit oder ohne Pizzakarton
Es geht lustig zu, zu laut und zu wild
Morgen sind wir heiser
Früh gekommen in geordneten Bahnen, nach kurzer Zeit den Kreisverkehr im Kopf
Vorfahrt für Biertrinker ruft irgendwer
Man kennt sich. Man hat sich nie gesehen.
Es kommt nicht drauf an, weil alle durcheinander schreien
Wer eben reinschauen will, wirklich nur kurz, ist immer gescheitert
Keine Zwischenstation sondern immer Endziel.
Lach- und Sachgeschichten werden erzählt, es wird ernsthaft diskutiert und rumgeblödelt
Manchmal alles gleichzeitig
Manchmal, ohne dass irgendjemand eine Ahnung hat worum es geht
Aber um irgendwas geht es immer
Man steigt ein ins Gespräch, einfach so und ist wieder draußen, weil es einen plötzlich woanders hinzieht
Man kann wiederkommen, dann ist es, als ob man nie weg gewesen wäre
Man steht in Tradition, atmet Erinnerung. Sie riecht stark und dunkel und rauchig
Trotzdem hat man dieses sonnige Gemüt
Anders ist man hier, freier, lebendiger
Bier im Haar soll gegen Schuppen helfen und Passivrauchen ist das neue Yoga
Und selbst wenn nicht: Uns geht es gut damit
Wir bleiben noch ein wenig länger
Nicht perfekt. Auf keinen Fall
Aber Heimat. Und Zuhause

Sonntag, 6. September 2009

Alltagsflucht

der graue Alltag legt uns in Ketten,
versucht uns zu zähmen
uns alle bunten Farben zu nehmen
wir sehnen uns nach Buntem, von früh bis spät
weil ein kalter, grauer Wind hier weht

unser Plan: die Wände der Welt mit Farben füllen
muster ziehen nach unserem Willen
wir kreieren uns eine bunte Welt
auch wenn ihre Farbpalette nur Schwarz enthält

dazu müssen wir der Angst einen Tritt verpassen
das Neue mehr lieben und weniger hassen
viel riskieren, auch wenn man durchaus verliert
und anfassen, obwohl die Hand schmutzig wird

dann werden ausgeblasene Kerzen wieder glühen
niemand muss nachts in Verstecke fliehen
das gemeinsame Tragen der vielseitigen Last
versichert dem Lächeln, dass es nicht verblasst

somit könnten wir Barrieren überwinden
statt Grenzen zu setzen, einander verbinden
die Welt und uns ganz neu erfinden

ab jetzt müssen wir uns selbst vertrauen
ein wenig auf die Menschheit bauen
und lernen nicht bloß wegzuschauen


Fangen wir doch einfach an uns zu retten
Sprengen wir endlich die engen Ketten
Anstatt später zu denken, was wir gehabt hätten,
wenn ...