die Welt dreht sich so gern um sich selbst

Montag, 28. Dezember 2009

Gegenwind


Unerwartete Hindernisse zu überwinden
von Menschen,
die eigentlich zu deinen Rückenstärkern gehören
ist fast unmöglich.

Es ist doppelt schwer
wenn man Enttäuschung nicht zulassen darf
und mit aller Kraft versucht
das Lächeln auf das eigene Gesicht zurück zu zerren
um zu verhindern, dass
die mit aller Vorsicht und Sorgfalt geknüpften Bänder
zerbrechen
Es ist unverständlich für mich, wie tief die Ignoranz in diesen Personen
verankert ist und sie taub macht
so dass sie nicht hören
wie das Kartenhaus zusammenfällt
von dem kurz gehauchten, aber vehementen
Gegenwind.

Schade.
Der Wiederaufbau ist mühsam.

Traumlos






Ohne Träume will ich schlafen

ganz alleine

Ohne Menschen an meinem Bett

die darum weinen

dass ich nicht in den Schlaf finden kann

Ohne Gruß will ich die Morgenstunde empfangen

sie soll erscheinen

Ohne großes Bohei!


die Stille versteckt mich

so dass mich die Nacht nicht finden kann

die Dunkelheit bleibt rastlos

wenn sie nicht weiß, was ihr folgt


Ohne den Tag ist sie nur schwarz

ich kann nur ermattet in ihr liegen,

bis sie mich erdrückt

und für ein paar Stunden

bewusstlos liegen lässt

ganz alleine

Ohne Träume will ich schlafen

Mittwoch, 23. Dezember 2009

Fantasienmeer






in den eigenen Gewässern tauchen –
- in eigenen Welten leben

völlig hemmungslos etwas erschaffen
und sich nicht um Naturgesetze scheren
fantastische Räume, die lebendig werden,
die sich drehen und für dich tanzen
du drehst dich herum in ihnen
du bist ihr Schöpfer
nach dir spielt ihre Musik
der Dirigent einer einzigartigen Komposition
die wenige kennen
noch weniger verstehen können
da niemand so weit unter ihre Oberfläche gedrungen ist wie du
du bleibst für dich in dem kühlen Nass
Untergetaucht!
du empfängst die fantastischen Melodien
das Lied deines Lebens klingt
für dich gemacht
nur für dich
in deinem eigenen Ozean

Montag, 21. Dezember 2009

Fliegen Statt Fliehen






Lautlos gleitend auf den Straßen

getrieben von der Bewegungslust des Wahnsinns

Umschlossen von ACDC & Depeche Mode Klängen

eingehüllt im vorbeirasenden Weltenwechsel

Landschaft für Landschaft

das vor uns liegende gehört uns

Was hinter uns einstürzt interessiert nicht sonderlich

wir beschleunigen nur und danken der Wandlungsfähigkeit

Bonbonfarbene Schwertransporter folgen blauen Ferraris

sie sind so wenig folgsam

wie Wir es sind

Verdammt sei unsere Dekadenz!

sie ist verführerisch

Der Ausflug mit ihr gleicht der willkommenen Auszeit

von der Vernunft,

Die wir bewundern, aber hin und wieder leid sind

und sie ein wenig betrügen müssen

um sie weiterhin schätzen zu können


Genießen ist vernünftiger als wir glauben

Mittwoch, 16. Dezember 2009

Schneegedanken


Ich will draußen sein.
In der weißen Welt.

Stille.
Alles scheint verlangsamt.
Die Schneeflocken fallen wie in Zeitlupe.
Alles lässt sich festhalten.

Man sieht die Spuren der Menschen. Kann ihnen folgen. Oder auch nicht.
Unendliche Freiheit, wenn man die kalte Luft in der Lunge spürt.

Der Atem zeichnet ein eigenes Bild.
Ein Kunstwerk von dir, ein Kunstwerk der Welt.
Der dunkle Nachthimmel, die weiße Decke.
Ein Kontrast, der sich versteht,
der Frieden schöpft und ausschenkt.

Keine Enge. Laufen wohin man will.
Es scheint viel weiter als sonst.
Viel mehr Möglichkeiten breiten sich aus.
Ein Fächer, so zahlreich wie die Eiskristalle die fallen.
An ihrem Ziel angelangt, vergehen sie.
Verschmelzen mit Anderen.

Doch bleiben sie in Erinnerung.

Man kann sie nicht fangen.
Sie sind frei und doch von Anfang an verloren.
Aber das macht ihnen nichts.

Sie wollen draußen sein.
In der weißen Welt.

Montag, 14. Dezember 2009

Der Genuss der Gelassenheit


Im Zug sitzend.

Strecke um Strecke fahren

ohne sich dafür zu interessieren

wie weit man schon gekommen ist

oder wo man wann noch sein wird

stattdessen hat man den Blick frei

für das Leben, wie es einem begegnet

das Ein- und Aussteigen, das Durcheinander.

die Welt zieht nicht vorbei,

auch wenn es so scheint

Sie zeigt sich uns, will gesehen werden und ist froh,

wenn wir mal einen Zug verpassen und

gezwungen sind

zu warten


dann

kann sie uns das richtige Warten lehren, so dass wir

keine Zeit

mit Herbeiwünschen des nächsten Augenblicks

verschwenden,

sondern ihn sofort leben!

dann

wirkt der Bahnsteig gleich viel einladender!


jeder Ort, jede Stunde

hat unendlich viel Platz für Erlebnisse,

kreiert eigens für uns Raum, damit wir genießen


bis zur Endstation ist es nicht mehr weit.

dann

folgt ein neuer Bahnsteig, von dem uns

das Leben

schon fröhlich zuwinkt

Danksagung an die Gegenwart


FÜR
diese Stunden
lebe ich…
…für diese perfekten Augenblicke,
diese Glücks-Momente
angetrieben
von der Lust am Sein
ausgeführt
von allem
was man besitzt



Bauchgefühl und
Kopfgedanken
alles richtig,
lebendig,
und gar nicht unbequem…

…ich will mich
nirgendwo lieber
wieder finden
weil es nicht
besser sein kann…
…an das
Hier und Jetzt
glaube ich
vertraue auf
diese Zeit
in der ich dabei bin
mit allem
was mir wichtig ist.

Montag, 7. Dezember 2009

Püppchen



Sie ist aus Porzellan

Zerbricht wenn man zu feste

drückt,


verzückt

sind alle,

so hübsch

verziert,


inspiriert

ist Muse aller

Gaben,


Narben

kaum zu sehen,

obwohl

schon so oft

gefallen,


Hallen

voller Menschen

beten Sie

an,


kann Sie

es sehen,

versteht Sie die

Verehrer?


Leerer

Blick ins nirgendwo, so sieht

Sie niemand, Schönheit

blendet,


endet

bald und lässt

alleine,


Steine

Auf dem Lachen,

liegen auf dem

Herzen,


Kerzen

erlischen von ihrem Atem,

der die Luft

berührt,


schürt

Sie das Feuer, oder

bläst Sie es

aus?


raus

kann Sie

nicht mehr,

Sie verbrennt:


Kennt Sie

ihr Ende schon?


Sie lächelt


Dienstag, 1. Dezember 2009

Adam's Apfel trifft Eva's Erdbeere

Die Verbotenen Früchte hängen -
- immer am weitesten oben !
sie zu
kriegen kostet
einige Anstrengung,
aber
näher an der Sonne gereift -
- sind sie voller Geschmack !