Im Zug sitzend.
Strecke um Strecke fahren
ohne sich dafür zu interessieren
wie weit man schon gekommen ist
oder wo man wann noch sein wird
stattdessen hat man den Blick frei
für das Leben, wie es einem begegnet
das Ein- und Aussteigen, das Durcheinander.
die Welt zieht nicht vorbei,
auch wenn es so scheint
Sie zeigt sich uns, will gesehen werden und ist froh,
wenn wir mal einen Zug verpassen und
gezwungen sind
zu warten
dann
kann sie uns das richtige Warten lehren, so dass wir
keine Zeit
mit Herbeiwünschen des nächsten Augenblicks
verschwenden,
sondern ihn sofort leben!
dann
wirkt der Bahnsteig gleich viel einladender!
jeder Ort, jede Stunde
hat unendlich viel Platz für Erlebnisse,
kreiert eigens für uns Raum, damit wir genießen
bis zur Endstation ist es nicht mehr weit.
dann
folgt ein neuer Bahnsteig, von dem uns
das Leben
schon fröhlich zuwinkt


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