die Welt dreht sich so gern um sich selbst

Sonntag, 16. Januar 2011

Zeit geschieht nicht einfach so


Ich kann es nicht erwarten, bis der Zeiger klickt,
die innere Uhr gegen den Uhrzeiger tickt.

Es zerreißt das Trommelfell,
zerschmettert Membranen,
zündet Flimmerhärchen an
und macht uns taub

die tickende Zeit

BOMBE

wird reingeworfen in die Runde:
Wie lange noch? Wann kommst du wieder
und schlägst die Zeit endlich tot?
Ich gebe dir meinen Zeigestock
du kannst ihn zerschmettern,
bis zur Unkenntlichkeit und bis wir nicht mehr wissen,
ob wir uns in Tag oder Nacht rumtreiben
und in Wut und Argwohn bleiben

Misstraue dem Zeitgeschehen!
Ich foltere es, bis es Wahrheit spricht
und sein Gesicht in Einzelteile bricht,
transparent und
hilflos, nackt,
enthüllt es sein Wesen im Kern,
den wir zerstören mit einem

SCHLAG

auf den Kopf
an den wir den Lauf des Revolvers halten

und der Lauf der Zeit ist eine
brutale Sache.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Ach dir fehlt die Anerkennung für das beste Drehbuch, das je geschrieben worden ist. Das ist halt der Bioorganismus, jeder hat sein eigenes Drehbuch, und Drehbücher machen noch keine guten Filme;)