







Wir laden uns selber ein. Steigen ein und fahren los.
Ins Nirgendwo, das klingt gut.
Weg vom Gekannten, vom sicheren Boden.
Wir verlassen den Boden der Tatsachen.
Hallo, neues Terrain.
Nun lenken wir, wir entscheiden, dirigieren uns selbst in Richtungen, von denen wir gehört haben, die verführerisch klingen, die uns etwas versprechen.
Wir verirren uns ein paar Mal zu viel, verlieren oftmals das Entscheidende aus dem Blick.
Entscheidendes vergessen wir.
Ohne Lasten lässt es sich besser fliehen.
Ins Dunkle hinein. In den Höllendschlund.
Wir werden die schlafenden Hunde wecken. Sie mit genug Adrenalin füttern, um sie high zu machen. Und uns mit.
Das Risiko. Es tanzt. Es wiegt sich kraftvoll im Takt und beherrscht die Musik.
Den Moment.
Es fordert uns auf. Wir nehmen an. Aus Höflichkeit, aus Angst.
Aus Lust.
Wir werden herumgewirbelt, bis alles vernebelt ist. Bis die Dämpfe uns die klare Sicht nehmen.
Beherrschung verlieren, Hemmungen vergessen, uns selbst zurücklassen.
Außerkörperliche Erfahrung.
Unter Strom gesetzt, schwimmen wir im Strom der Menschen. Drohen zu ertrinken.
Haben Durst.
Höllengleiche Wesen, die uns betören und verstören. Zu denen wir gehören.
Dunkler, heißer Raum der uns umgibt.
Wir zittern, besessen vom Klang und beherrscht von allem Begehrenswerten um uns herum.
Es zehrt uns auf. Entzieht uns alle Kräfte. Füllt uns mit Neuem. Verbotenem.
Es fühlt sich gut an. Wir genießen das Schmoren, die Hitze, die Masse, die Dunkelheit.
Die Nacht.
Der Morgen bricht über uns hinein, blendet unsere weit geöffneten Augen.
Wie blind kehren wir zurück.
Sind leer.
Haben Platz für mehr Begehrenswertes.
Morgen.
Ein Nächster Trip.
Die Nacht ruft.
Der Himmel kann warten.
...
Schon klar, dass folgende Sätze wie:
"Wir sind nur einmal jung!"
und
"Schlafen können wir, wenn wir tod sind !"
abgedroschen klingen, aber in bestimmten Momenten und Nächten gewinnen sie mehr an Bedeutung, als man glaubt.

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