Man fühlt sich vielleicht ausgelaugt und wirft irgendetwas ein.
Man kommt nicht mit dem Leben klar und macht nen Termin.
Beim Therapeuten. Beim Arzt. Beim Lebenstrainer.
Man glaubt weder an den Aufstieg, noch an den Abstieg.
Man ist schon ganz unten.
Unter der Brücke. Unter dem Strich. Unter der Erde.
Viel hilft da nicht.
Man kommt zur Welt und ist rein. Nackt. Unbedeckt.
Und trotzdem schreit man sich die Seele aus dem Leib.
Bekundet man seinen Erfolg oder beschreit man seine Niederlage?
Eine einzelne Person kann nicht so wichtig sein, denkt man, und hält seinen Mund bei den wirklich wichtigen Sachen. Aber bei der Geburt wird geschrieen, obwohl man nichts Großes ausgerichtet hat. Das Leben feiern, nur weil es begonnen hat.
Warum dann nicht feiern, wenn es zu Ende geht?
Wie viel Zeit dazwischen bleibt uns?
Das Leben an zwei Fixpunkten aufgehängt, wie ein Kleidungsstück, das man überwerfen kann. Es scheint klar, wo Anfang und Ende ist. Es ist leicht zu groß oder kneift an einigen Stellen. Und auf einmal stellt man die Anordnung doch in Frage. Es gefällt einem nicht mehr, überwältigt nicht so wie beim Neukauf.
Der Kauf, der ein Geschenk gewesen ist. Oder eine Last, die einem aufgetragen wurde?
Man bedankt sich zunächst, fragt sich jedoch im nächsten Augenblick, wozu die vielen Ärmel sind.
Eine Gebrauchsanleitung wäre nicht schlecht. Wo Anfang und Ende ist müsste darauf doch abgebildet sein. Ansonsten verknotet man das Teil einfach ein paar Mal, bis niemand mehr genau weiß, wo oben und unten, was richtig oder falsch ist. So wie anfangs.
Ganz zu Anfang.
Man schreit drauflos ohne Wahrheit und Lüge auseinander halten zu können,
In der Hoffnung der Zeitpunkt möge schon stimmen.
Traurig, wenn man das Kleidungsstück auf links angezogen hat.
Außerdem ist es auf diese Art falsch zugeknöpft.

1 Kommentar:
Danke Larabella :* Ich versuche die Ohren steif zu halten!
Kussi :*
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